Awa (Simbabwe)

AWA Kopie
„It’s your time to shine and reach beyond the skies.“

#AfricanWomenArise #MyFuture2020

AWA ist eine der talentiertesten Nachwuchs-Rapperinnen in Afrika. Sie ist Botschafterin für mehr Gleichberechtigung und wünscht sich, dass bis 2020 noch mehr Frauen im HipHop das Wort ergreifen.

AWA ist nicht nur eine Kurzform ihres Vornamens Awakhiwe, sondern auch ein Akronym für „African Woman Arise“. Sie kommt aus Makokoba, dem ältesten Township Simbabwes. In ihrer Musik kommentiert sie, was täglich in ihrer Hood passiert. Die 24-Jährige rappt über Gewalt gegen Frauen, Teenager-Schwangerschaften und die hohe HIV-Rate – knapp 50 Prozent der Studenten des Landes wurden kürzlich positiv getestet. Im Vorfeld des Urban Africa Festivals traf AWA auf die Berliner Dancehall & Bass-Musik Combo Symbiz, die nach Simbabwe gereist war. Nach einem Konzert in Makokoba entstand ein Song, auf dem sie sich gemeinsam mit dem Symbiz Vokalisten MC Zhi des Straßen-Slangs aus Simbabwe bedient. Darunter etwa „Zvirikufaya“, ein Begriff, der ein Online-Meme beschreibt. Unter dem gleichnamigen Hashtag waren kurze Videos ins Netz gestellt worden, die der Welt zeigen sollen, wie gut es das Leben mit einem gerade meint. Oder aber „Shona Phansi“, das auf Ndembele soviel wie „Lets get down“ bedeutet und zum Tanzen animiert. Der entstandene Song „Hey Wena“ ist eine Party-Einladung. Mit politischen Botschaften hält sich die 24-jährige Rapperin momentan sicherheitshalber noch zurück. Anfang Juli wurde der Polit-Aktivist und Pastor Evan Mawarire in Harare festgenommen, weil er in einem mit #ThisFlag betitelten Video mit der Nationalflagge um den Hals zum Generalstreik aufgerufen hatte, um so gegen die Korruption und das Missmanagement der Regierung zu demonstrieren. Seine Verhaftung zog die heftigsten Proteste seit der Unabhängigkeit vor 36 Jahren nach sich, in deren Folge über 300 Demonstranten festgenommen wurden. Auch AWA wollte die Polizei mitnehmen, weil sie bei einer Demo identifiziert worden sei. Zwar wurde sie nur verhört, doch sitzen viele, denen es an internationalen Kontakten fehlt, bis heute hinter Gittern.

Für das Urban Africa Festival jedenfalls bringt AWA gemeinsam mit der Berliner Bass-Musik Band Symbiz eine geballte Portion Party-Vibes aus Bulawayo mit.

Mehr Musik aus Simbabwe: http://urbanafricaclub.com/category/zimbabwe

awa urban africa festival