Ahmed Ag Khaedi

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Ahmed Ag Khaedi ist Sänger der Tuareg-Rock-Truppe „Amanar“ aus Kidal in Mali. Als die Islamisten das Land nach dem Putsch aufrollten und die Sharia einführten, haben sie ihm seine Instrumente verbrannt. Man drohte ihm sogar damit ihn umzubringen, wenn er noch einmal zur Gitarre greifen würde. Am Mittwoch um 18:00 Uhr erzählt er von Musik und Krise in seinem Heimatland.

Ahmed Ag Kaedis Leben wurde von den politischen Ereignissen des Landes seit der Unabhängigkeit stark beeinflusst. Die Rebellion der Tuareg gegen

Mali, Flucht nach Algerien und Ausbil

dungslager Gadaffis in Libyen sind nur einige von Ahmeds Stationen, bevor er seine Waffe gegen eine Gitarre tauschte und zurückkehrte. Sein Timing war gut, denn zur gleichen Zeit, Mitte der 90er, blickte die Welt in Richtung Mali als Herkunft des Blues. Die Musikszene begann zu blühen und ließ in Anfang 2000 das legendäre Festival „Festival au désert“ in der Wüste entstehen. Weltweit bekannt ließen sich auch Superstars wie Bono das Festival nicht entgehen.

Doch nach dem radikalen Überfall der Islamisten 2012 wurde die musikalische Oase, im wahrsten Sinne des Wortes, wieder verwüstet.

Ahmed Ag Khaedi floh wie viele weitere Musiker in die Hauptstadt Bamako. Mit wachsendem Medieninteresse an den Ereignissen in Mali 2013 konnten Ahmed Ag Khaedi und seine Band weltweit auftreten und somit das berühmte Festival im Ausland vertreten. Seit 2015 gibt es auch wieder ein neues Album von Amanar.